Mittwoch, 19. April 2017

Mein Herz und deine Krone (Rezension)

Titel: Mein Herz und deine Krone

Autorinnen: Heather Cocks & Jessica Morgan

Verlag: Blanvalet

Seiten: 704

Preis: 9,99€ (Taschenbuch), 8,99€ (E-book)

ISBN: 9783734102950



Inhalt:

Die Amerikanerin Bex wollte eigentlich nur für ein Semester zum Studieren nach Oxford kommen, trifft aber schon gleich bei ihrer Ankunft auf Nick, den sie zunächst gar nicht als den britischen Thronfolger erkennt. Bex lernt sowohl Prinz Nicholas, als auch seine Freunde kennen und freundet sich mit ihnen an, bis sie und der Prinz sich näher kommen.
Und so kommt es, dass sie sich auf einmal in einer ihr völlig fremden Welt wieder findet. Zwischen Regeln und Reichtum, als amerikanische Freundin des Enkels der britischen Königin. Und dann muss sich Bex entscheiden, ob sie sich mit all den Nachteilen, die solch ein Leben mit sich bringen kann, zufrieden geben will oder die Hochzeit des Jahrhunderts nicht einfach abblasen soll.

Du bist der einzige Mensch, der eine Dreiecksbeziehung                                                 als sexuelle Geometrie bezeichnet. 


Meine Meinung:

Erstmal zum Cover: Das gefällt mir tatsächlich eigentlich ziemlich gut, es ist schlicht, aber trotzdem schön. 
Leider muss ich gleich mit etwas negativem, nämlich dem Prolog anfangen: zwar weiß man durch den Klappentext zwar schon, dass das ganze zur Beziehung und Verlobung von Bex und Nick hinausläuft, aber warum man so einen Prolog zu einem Buch schreibt, kann ich wirklich nicht verstehen. Da das Buch ja mit diesem beginnt, nehme ich mir hier mal die Erlaubnis zum "spoilern". Man weiß jedenfalls, dass Bex im Klinsch mit ihrer Zwillingsschwester liegt. Am Anfang der Geschichte (also dann ab dem ersten Kapitel), merkt man aber, dass die beiden eine total gute Beziehung haben, und okay, vielleicht sollte das die Spannung bis zum großen Streit, oder was auch immer die Verschlechterung der Beziehung verantwortet hat, steigern, aber ich persönlich fand das ganze etwas blöd, da mir so die Schwester von Anfang an unsympathisch war und mich dann die Uneinigkeiten zwischen den Schwestern gar nicht mehr gestört haben.
Wo wir schon einmal bei den negativen Sachen sind, mache ich da gleich weiter. Das ganze Buch spielt über eine Zeitspanne von acht Jahren, und die Geschichte schafft es, an manchen Stellen unglaublich langgezogen zu sein und unnötige Stellen zu haben (immerhin hat es ja auch über 700 Seite, was für einen Contemporary-/Liebesroman eine ganze Menge ist) und gleichzeitig so viel zu springen, dass man der Geschichte teils nicht mehr richtig folgen kann. Beispielsweise gibt es direkt nach dem Zusammenkommen von Bex und Nick oder der Verlobung einen Zeitsprung und ich verstehe einfach nicht, was das soll. Grade in diesen Situationen möchte man doch wissen, was passiert.
Insgesamt kann ich auch sagen, dass man insbesondere über Nick nur total wenig weiß, weil er nicht nur selten durch seine Abwesenheit geglänzt hat. Natürlich hat das auch zur Geschichte gehört, dass Bex "alleine" (beziehungsweise zumindest ohne ihren Freund/Verlobten) ist und das alles für sie noch schwieriger ist, aber um so wichtiger wären mehr Szenen mit Nick gewesen, wenn er mal da war. 
Um aber endlich mal zu den Sachen zu kommen, die mir gefallen haben. 
Generell mochte ich die Geschichte zwischen der amerikanischen jungen Frau, die aus einer behüteten, in der Mittelschicht lebenden Familie kommt und dem britischen Thronfolger, der seltsamerweise ein erstaunlich normales Leben führt, auch wenn die beiden mich doch sehr an William und Kate erinnert haben. Bis auf, dass ich die Namen der Charaktere teils ein bisschen verwirrend fand, waren (außer wie schon erwähnt Nick) auch diese gut aufgemacht, und obwohl man zu keinem wirklich viele Informationen erhält oder eine feste Bindung aufbauen kann, hat es für mich tatsächlich fast gereicht. 
Obwohl es so viele Situationen gab, die sich gezogen haben, hatte ich eigentlich fast immer Lust weiter zu lesen und hatte auf jeden Fall Spaß beim Lesen dieses Buches. Das Ende hat mir übrigens auch ganz gut gefallen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass es danach noch etwas weiter geht. 

Insgesamt ist "Dein Herz und meine Krone" für mich ein sehr durchwachsenes Buch und bekommt von mir aus genannten Gründen 3,5 von 5 Sterne.

Habt ihr das Buch schon gelesen, und wenn ja, wie ist eure Meinung dazu?
Und würdet ihr einen Prinzen wie Nicholas heiraten und damit alle Aufmerksamkeit auf euch ziehen?

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